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Am 28.11.2000 um 10:49:38 schrieb Britta:

Re: Schwierige Situation - was können wir tun?

Hallo Fibros,

mit gemischten Gefühlen habe ich Eure Erfahrungen und Meinungen gelesen. Ich glaube ich kann zwar größtenteils zustimmen, aber da eben nur teilweise. Ich sehe es auch so, dass sich etwas ändern muss, beim Umgang mit der Fibromyalgie. Aber Meinung nach nicht nur allein beim Patienten.

Ich sehe es auch so, dass ich nicht wegen jeder Schmerzatacke zum Arzt rennen kann. Ich muss selbst mit der Krankheit und dem Umgang (Akzeptanz durch andere,private und berufliche Situation und Möglichkeiten) klar kommen. Hierzu gehört sicher auch, dass man eben akzeptiert, dass man ständig Schmerzen hat und die man auch nicht einfach so wieder los wird. Es gehört aber meiner Ansicht auch dazu wachsam mit seinem Körper umzugehen. Ich bin bei betimmten Schmerzen nicht dazu bereit, diese einfach nicht wahrzunehmen und mich statt dessen mit Arbeit oder anderem abzulenken.

Ich habe mich in der letzten Zeit ausführlich mit den anatomischen Bedingungen des Körpers beschäftigt, damit ich eben weiss oder auch dem Arzt sagen kann, "Hey, damit komme ich nicht zurecht, tu was für mich".

Es ist auch richtig, dass ich keine lebensbedrohende Krankheit habe und darüber bin ich auch heilfroh. Es muss aber trotzdem erlaubt sein, seinen Bedürfnissen, wie starke Schmerzen nicht einfach hinzunehmen, nachzugehen und nicht statt dessen zur Tagesordnung überzugehen. Ich habe es nämlich auch schon erlebt, dass ich ein Schmerz der Fibromyalgie zugeordnet hatte, und deshalb der Sache nicht nachgegangen bin, obwohl im Nachheinein dann ein anderes Krankheitsbild diagnostiziert wurde.

Ich finde, auch die Ärzte müssen was tun und nicht nur der Patient. Ich sehe dies als ein gemeinsames Miteinander, was in der Gesallschaft heute nicht gerade in ist. Das bezieht sich aber nicht nur auch Fibromyalgie. Es kann nicht sein, dass einem völliges ärztliches Unverständnis entgegenschlägt, weil eben mal wieder eine Situation eingetreten ist, die weder ich noch der Arzt erklären kann. Aber dann muss man gemeinsam darüber reden und dies nicht einfach im Raum stehenlassen. Zum einen erhält der Arzt Feed-Back darüber, dass ich weiterhin zum ihm/ihr Vertrauen habe, auch wenn er mir im Moment nicht helfen kann. Zum anderen erhalte ich ein Feed-Back darüber, dass ich ernst genommen werde und nicht in die Ecke der überstressten nervenden Patienten geschoben werde.

Wir sind alles nur Menschen. Meiner Meinung hapert es aber hauptsächlich am richtigen Umgang miteinander.


Gruß


Britta

WebSite Fibromyalgie Infoquellen im Internet

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