Bisherige Antworten Antwort schreiben zum Forum zurück
Am 22.04.2001 um 19:29:29 schrieb Mathias:

Re: Eiweißpulver = Schmerzhemmer ???? (lang ! + Studie)

...aber versuchen etwas Licht in diese Sache zu bringen.

SBBO: SMALL BOWEL BACTERIAL OVERGROWTH

Die Forscher haben der Sache ja einen eigenen neuen Namen gegeben:
Small Bowel Bacterial Overgrowth (zu starke / falsche Bakterienbesiedlung im Dünndarm). Sie gehen sogar soweit das Sie behaupten: es gibt keine Fibromyalgie / CFS, sondern es ist Small Bowel Bacterial Overgrowth in Wirklichkeit, da 90% der dort getesteten Fibromyalgie-Patienten einen Small Bowel Bacterial Overgrowth (übrigens auch 75% Pilzbefall mit Candida) hatten (Lactulose Atemtest Nachweis). Ich hoffe, es wird weiterforscht.
Dr. Pimentel hatte es mir damals angedeutet das die Forschung weitergeht.

Das Problem liegt grundsätzlich darin daß sich im Dünndarm zu viel Bakterien bilden. Die Ursache hierfür liegt vermutlich in einem Defekt (angeboren ?) der Darmbewegungen bzw. -Fortbewegungen im unteren Bereich des Dünndarms.

Normalerweise ist es so, das nachdem die Nahrung vom Körper aufgenommen wurde die verbliebenen Reste ( unverdauliche Bestandteile und Bakterien, die sich der Zwischenzeit gebildet haben) mittels kontinuierlicher Kontraktionen und Bewegungen des Dünndarms ausgetrieben werden in den Dickdarm. Dieser Mechanismus bewirkt sozusagen daß sich der Dünndarm selbst *reinigt* nachdem von der Nahrung alles aufgenommen wurde.

Wie gesagt, dieser Vorgang scheint nun bei den Patienten in "dieser" Krankheit gestört zu sein. Bei dieser Studie wurden festgestellt daß diese speziellen Bewegungen des Dümnndarm fehlen oder nur sehr gering vorhandenen sind.

Die Resultate liegen natürlich auf der Hand: Der untere Dünndarm-Bereich "verschmutzt und versottet" immer mehr, es häufen sich immer mehr Schlacken an und insbesondere immer mehr Bakterien. Dies führt dazu daß sich dort eine lokale Entzündung bildet (logischerweise Blähungen und kein Appetit mehr dann) und das Immunsystem reagiert hierauf sehr stark. Im Prinzip wie bei einer schweren Darminfektion.

Es ist natürlich auch eine Infektion weil sich diese Bakterien dort massenhaft vermehren, zumal dies schädliche negative Bakterien (solcher die normalwerweise nur zur Dickdarmflora gehören und sich bei Gesunden nicht im Dünndarm finden) sind.

Somit ist dies eine der Reaktionen - die Reaktion des Immunsystem, man fühlt sich ständig als wäre man kurz vor dem Ausbruch einer schweren Grippe. Müde , Gliederschmerzen ("Fibro-Flare")

Aber damit nicht genug, das Problem geht weiter: Diese großen Mengen von Bakterien verbrauchen für sich selbst sehr viel von den dringend nötigen Nährstoffen. Woraus sie allerdings bei ihren Stoffwechselvorgängen große Mengen von schädliche Stoffe produzieren ( Toxine und Neurotoxine). Hierbei entsteht natürlich auch die große Menge von Gas was den Blähbauch verursacht (+ evt. PIlze die sich über allen Zucker und Kohlehydrate freuen) . Das Gas ist nicht einmal unbedint Fäulnissgas, weil es nämlich geruchslos ( vermutlich CO2 ?) ist /sein kann. Entscheidend sind allerdings u.a. die Toxine. Diese sind anscheinend sehr potent und scheinen in erster Linie auf das Nervensystem negativ und störend zu wirken ( Schmerzen, Muskelverspannungen, vegetative Störungen und viele weitere Probleme). = Neurotoxisch.

Das weitere an der Sache ist nebenbei auch noch, dass einem die Bakterien einen großen Teil der Nahrung sozusagen wegfressen.

Das Problem mit den *Kohlehydraten* liegt also vermutlich nur darin, daß diese Erstens eine *ideale* Nahrung für diese Bakterien darstellen und somit zu deren Massenvermehrung beitragen und Zweitens darin, das vermutlich speziell aus dem Zucker und den Kohlehydraten diese sehr toxischen Substanzen in erster Linie hergestellt werden.

Eiweiße sind für diese Bakterien *keine* ideale Nahrung und bilden vermutlich auch nicht solche stark evt. nachteilige Substanzen wenn die Bakterien diese umwandeln. Somit könne sich die Bakterien nur sehr begrenzt vermehren und keine Massenvermehrung machen und nur sehr wenig Toxin bilden. Auch kein Blähbauch mehr.

Schlimm: Die Fehlbesiedlung des Dünndarm schädigt auf Dauer die Darmschleimhaut: Resultat = schlechte oder gar keine Aufnahme von Mineralien, Vitaminen mehr (90% Vit. B12 wird in untersten Dünndarm resorbiert, viele B-Vitamine mit Darmflora gebildet).

Klar ist das etwas eine einseitige Ernährung ist, aber es ist besser wie Antibiotika zu nehmen. Was man ansonsten regelmäßig alle vier Wochen für eine Woche tun müßte. Bisher gibt es nämlich ansonsten keine wirksame Behandlung. Oft aber sind Antibiotica z.B. Neomycin, Rifaximin = Normix (Alfa Wassermann Italien - in Deutschland keine Zulassung - wirkt nur im Darm ohne Resorbtion)trotzdem nötig.

Diät: zum Beispiel extrem viel gedünsteten und gekochten Fisch, sowie Geflügel. Oder auch so Soja, Käse usw.

Wichtig ist allerdings daß man dabei regelmäßig trainiert, um diese Eiweiß-Soffwechsel-Überschüsse abzubauen.

Quelle: Studie des Cedar-Sinai-Hospital in Los Angeles USA in 2000.
Dr. M. Pimentel / Dr. H. Lin (Infos aus meiner persönl. Korrespondenz m. Dr. Pimentel und den Info der Studie (siehe unten im Original).

HINWEIS: Dies ist *keine* medizinische Anleitung oder Anweisung. Ich bin kein Arzt oder Heilpraktiker. Alle Maßnahmen und Behandlungen müssen unbedingt mit einem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Gruss

Mathias

---------------------

Findings About Fibromyalgia


From "Arthritis today":

In a study presented at the American College of Rheumatology conference in November, Dr. Hallegua and two of his colleagues, Henry Lin, MD, and Mark Pimentel, MD, concluded that people with fibromyalgia suffer from an excessive growth of bacteria in the small intestine (Arthritis & Rheumatism, Vol. 41, Supplement 9). He terms the condition he identified "small bowel bacterial overgrowth."

Dr. Hallegua says, "We have evidence that about 90 percent of patients with fibromyalgia have bacterial overgrowth and hence something like 'leaky gut.' I think it's associated with fibromyalgia. I'm not sure it's a cause of fibromyalgia."

Normally, bacteria are found in the colon or large intestine. After digestion, the body removes them and food particles from the small intestine with a periodic muscular wave. However, Dr. Hallegua says his findings show fibromyalgia patients do not have this wave. As a consequence, he explains, bacteria flourish in the small intestine, where they don't belong and where they can trigger the body's immune system by interacting with immune cells in the tissue that lines the intestines.

When a person with fibromyalgia takes antibiotics to treat the excessive bacterial growth, Dr. Hallegua says, "a lot of the symptoms of fibromyalgia improve, including pain, fatigue, depression, anxiety."

Besides taking antibiotics, Dr. Hallegua says one way to treat bacterial overgrowth for the long-term is by modifying one's diet to reduce or eliminate carbohydrates, an important source of food for bacteria. The waste products the bacteria release can cause a variety of problems, including bloating, constipation and diarrhea. Reducing one's intake of carbohydrates can eliminate some of this intestinal discomfort, he says

--------------------------------------

Antibiotics Meet With Success in Some Cases of IBS
ImmuneSupport Staff
3/23/00

Already tender and fatigued from fibromyalgia (FM), the unpredictability of needing a restroom when you're away from home, or the gastrointestinal pain that comes upon you suddenly, leaving you doubled over, are ways irritable bowl syndrome (IBS) can further frustrate your pursuit of health. If you are among the 30 plus percent who endure IBS in addition to FM, it may be your body is producing too many bacteria for your small intestine. Antibiotics offer a ray of hope - easing of IBS and FM symptoms.

Much like FM, no one agrees on the principal cause of IBS, although it is understood to have a number of contributing, and aggravating, factors. Recently, researchers in Los Angeles struck upon the possibility of bacteria as a causal factor of IBS and set about to test the efficacy of an antibiotic course of treatment.

What they found was encouraging. In a study involving 46 patients, 42 tested positive in a breath test verifying bacterial overgrowth. For 25 of these people, antibiotics were effective in eliminating the excess bacteria, returning it to normal levels.

It is even more heartening to note patients in whom antibiotics corrected bacterial levels, reported mitigated abdominal pain, bloating, diarrhea and constipation. What is more, they also experienced reduction of fibromyalgia symptoms.

If you have been diagnosed with IBS, examine all your treatment options. At present, only a few drugs in the experimental stages hold out a similar hope of addressing IBS at what may be its root cause(s). While available medication can be useful for relieving abdominal cramps, successful coping often stems from dietary changes, supplements, exercise and heightened mind-body awareness.

On the other hand, if bacteria prove to be a contributing factor to your IBS, investigating an antibiotic treatment for yourself may uncover a hidden gem.

Source:
Arthritis Today, March-April 2000, p.41.

WebSite DGM Letter 12

[Bisherige Antworten] [Antwort schreiben]

 

  Antworten auf Nachricht
 

     

      Um eine Nachricht hinzuzufügen, wechseln Sie bitte in die Online-Version.
      foren-net.de 

     ihr eigenes forum kostenlos mit nur einem mausklick