| Re: Schmerzgedächtnis
- Flupirtin - Oho!
Gisela B., Hallo, das trifft sich ja gut, dass ich seit dem 28.5. Katadolon (Flurpirtin)
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| Langzeitanwendung
Flupirtin (Katadolon®) - Erfahrungen?
Flupirtin (Katadolon®) findet immer häufiger als "Hoffnungsträger" Erwähnung, wenn es um das Thema Schmerzgedächtnis geht. Die Entwicklung chronischer Schmerzen vermeiden, aber auch ein schon ausgeprägtes Schmerzgedächtnis wieder zurückzubauen, das soll dieses bisher NUR für kurzzeitige Anwendungen gebräuchliche Medikament schaffen. Anhaltspunkte dafür, dass diese Hoffnungen nicht überzogen sind, gibt es aus verschiedenen Quellen, u.a. auch durch eine Meldung von heute (6.7.2001 ,siehe unten) doch wie sieht es bei längerfristiger Einnahme mit den unerwünschten Wirkungen aus? Kann da schon jemand Erfahrungen beisteuern? Zur Information: Bisher gehen die allgemeinen Empfehlungen dahin, die Einnahme auf maximal 4 Wochen zu beschränken. Ab der zweiten Woche sind regelmäßig die Leberenzymwerte zu kontrollieren. Bei chronischen Schmerzen jedoch, kommt es evtl. erst nach längerer Einnahme zu einer merklichen Besserung., http://www.aerztezeitung.de/docs/2001/07/06/124a0902.asp |
| Schon wieder was für XXL
Monika Draga (Forenmaster) Müde Menschen haben süßes Blut Chicago (rpo). Wer nicht genug Schlaf abbekommt, erhöht dadurch sein Risiko, an Diabetes mellitus, der so genannten Altersdiabetes, zu erkranken. Dies berichtete ein Forscher auf einem Kongress der amerikanischen Diabetesgesellschaft unter Berufung auf eine Untersuchung der Schlafforscherin Eve Van Cauter. In der Studie wurde in acht aufeinander folgenden Nächten die Insulinausschüttung bei Kurz-Schläfern mit der bei Lang-Schläfern verglichen. Bei den Testpersonen, denen die Schlafforscher nur 5,3 Stunden Schlaf pro Nacht einräumten, wurde 50 Prozent mehr Insulin ausgeschüttet als bei den Testpersonen, die mehr als acht Stunden pro Nacht schlafen konnten. Andererseits waren die Zellen rund 40 Prozent weniger insulinempfindlich als die der Ausgeschlafenen. Die Wissenschaftler vermuten, dass die starke Ausbreitung des Diabetes mellitus in den Industriestaaten auch auf diesen Mechanismus zurückzuführen ist. Bei der Altersdiabetes handelt es sich um eine Stoffwechselkrankheit, die auf relativen oder absoluten Insulinmangel zurückzuführen ist. Insulin ist ein in der Bauchspeicheldrüse gebildetes Hormon, mit dem der Zucker aus dem Blutstrom in die Zellen transportiert wird. RP-online - published: 03.07.01 11:32 ------------------------------------------------ Und nun der doppelte Salto zur Fibromyalgie: Fibromyalgie ist fast immer verbunden mit Schlafstörungen. Folglich kommt es auch zu Schlafmangel. Wenn dieser Schlafmangel nun aber die Insulinproduktion erhöht gleichzeitig die Insulinempfindlichkeit der Zellen herabsetzt, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, wie wir zu unseren "Rettungsringen" kommen. Irgendwo in diesem Forum habe ich schon mal davon geschrieben, dass bei übergewichtigen Fibros die Fettverteilung verflixt an das erinnert, was für Insulinresistenz als typisch gilt. Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen: Die ausgeschüttete Insulinmenge steuert den Hunger auf Kohlehydrate, d.h. Süßigkeiten, Brot, Reis, Nudeln, d.h. je mehr Insulin, desto mehr Heißhunger und die Insulinempfindlichkeit hat etwas damit zu tun, ob die aufgenommenen Kohlehydrate gleich für den Energieverbrauch bereitgestellt werden, oder ob sie dafür benutzt werden, Rettungsringe zu bauen. Also kann Schlafmangel anscheinend nicht nur indirekt über die Muskelschmerzen, die viele von uns daran hindern, sich ausreichend zu bewegen, zur Gewichtszunahme führen, sondern auch noch über das Insulin. Na Mahlzeit! Nun überlegt Euch was .... Monika |
| Re: "Dumm, faul und gefräßig"
- XXL durch Antidepressiva?
Gisela B. Hallo, das habe ich ja gar nicht gern gelesen. Denn ich habe auch Gewichtsprobleme
seit Jahren und setze jetzt vielleicht noch eins drauf, indem ich 15mg
Amitriptylin abends einnehme und danach seit Jahren erstmals wieder durchschlafen
kann. Meine Schmerzen werden weniger reduziert, falls man überhaupt
noch eine Zuordnung vornehmen kann. Johanneskraut hat mir dauerhafte braune
Hautflecken verursacht, da ich zwar im Sommer der Sonne recht gut ausweiche,
aber beim Wassersport sind die UV-Strahlen wohl nicht davon abzubringen
mich hie und da zu erwischen. Was nun, wieder schlaflos sein? Die Schmerzen
zu verschlafen finde ich schon toll...Aber auch ich habe wieder Gewicht
draufbekommen, das ich mich gerade bemühe wieder abzubauen. Das finde
ich besonders schwierig an der Fibromyalgie. Glaubt man etwas medikamentöse
Hilfe gefunden zu haben, hält entweder der Erfolg nicht an oder es
kommt wieder neues Wissen, welches dazu verleitet die Medikamente abzusetzen.
Ich hasse dieses schwere Händeln der Krankheit. Wer noch?
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| Anke
Also, ich nehme seit über 3 Jahren Amitriptylin (10 mg abends,
in verbindung mit einer kapsel Ibuprof 400 retard abends) und vertrage
es mittlerweile ganz gut, schlafe auch besser und habe weniger schmerzen.
es hat allerdings wirklich eine ganze zeit gedauert, bis die nebenwirkungen
nachgelassen hatten (Müdigkeit, nebel im kopf), hungeranfälle
hatte ich aber dadurch überhaupt nicht.
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| Monika Draga (Forenmaster)
Hallo Anke,
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| Karin-Nana
Hallo Gisela,
Karin |
| Am 26.06.2001 um 20:41:33 Uhr schrieb Monika Draga
(Forenmaster): (63)
Erfahrungen mit Wirkstoff Clomipramin? / Anafranil (r) Ich habe mir gerade umfangreiche und interessante Informationen zu Clomipramin in der Schmerztherapie "reingezogen". Das hat mich jetzt neugierig gemacht, ob da jemand mit Fibromyalgie schon Erfahrungen mit diesem Wirkstoff gemacht hat. Oder interessieren sich vielleicht diejenigen, die es nehmen, nicht mehr für eine Fibromyalgie-Website? Clomipramin ist wie Amitriptylin ein trizyklisches Antidepressivum, dessen Wirkung als Schmerzmedikament recht gut untersucht ist. Hier in den Foren ist es jedoch kaum jemals erwähnt worden. Handelsname ist u.a. Anafranil. Im Gegensatz zu Amitriptylin, das ja schlaffördernd wirken soll, wirkt das Clomipramin wohl eher antriebssteigernd. |
| Am 26.06.2001 um 21:47:28 Uhr schrieb crissi:
(38)
Re: Erfahrungen mit Wirkstoff Clomipramin? / Anafranil (r) Hallo, ich habe vor 6 Jahren, als ich von Fibro noch nichts wusste, im Rahmen einer Schmerztherapie Anafranil genommen. Die Dosierung weiss ich leider nicht mehr. Ich hatte keine Schmerzen mehr, war aber auch n ur noch müde, konnte kein Auto mehr fahren usw. Allerdings wirken bei mir alle bisher von mir genommenen Antidepressiva derart, dass ich entweder nur noch müde bin oder total überdreht. |
| Re: Wirkstoff Tramadol
Ich habe jemanden in der Familie, der schon lange Jahre Tramdol nimmt und zwar in hoher Dosis, leider ist das Medikament doch eins, das abhängig macht. Die person, von der ich schreibe, hat auf anraten eines Arztes das Mittel abgesezt und alles durchgemacht, was mann sich bei einem Entzug so vorstellt. Unruhe Schweißausbrüche usw.Ich denke es wäre besser wenn Du Dir darüber im klaren bist, ich habe den Beitrag leider erst heute gelesen. |
| Monika Schumacher
Hallo Monika,
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| Wolfgang
Hallo Sandra,
Ich würde Dir empfehlen, wenn bei Dir keine sekündären
Rheuma- oder Wirbelsäulenprobleme vorliegen, es mal mit Saroten, angefangen
in 10mg Dosierung abends, auszuprobieren,und die Höhe des Opioidwirkstoffes
zurückzufahren!****
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| Gitta,
Mit Aroganz komme ich nicht so gut zurecht, Wolfgang scheint sie aber
gut zu beherschen. Ich hätte den Artikel bestimmt nicht geschrieben,
wenn es so, wie ich es berichtet habe nicht vorgefallen wäre. Das
Medikament ist langsam abgesetzt worden. Ich denke jeder Mensch reagiert
anders. Ich habe vor Jahren mal ein sehr starkes Medikament abgesetzt,
mein damaliger Hausazt hat mir wenig Chancen eingeräumt, das ich es
ohne Klinikaufenthalt schaffen könne, ich habe es geschafft, darauf
bin ich auch Stolz. Darum denke ich, das ich sehr wohl weiß wovon
ich schreibe, ich wollte keine Angst verbreiten, aber wenn einschlägige
Erfahrung da ist, denke ich das man das auch schreiben sollte. Alleine
der Ausdruck "Junkie" ist in diesem Zusammenhang ganz einfach daneben.
Tatsache ist doch, das Tramadol laut Aussage eines Schmerztspezialisten
als die Stufe vor Morphenen ist. Ich selber habe dieses Medikament in Form
von Infusionen bekommen. Geholfen hat es etwas bei den Schmerzen, die ich
durch drei Bandscheibenvorfällen habe, aber nicht für die Schmerzen
bei fibro. Ich hatte ziemlich viele Nebenwirkungen und vor allem hat das
Absetzen mir zusäzlich auch Probleme bereitet. Leider ist ein anders
Familienmitglied auch sehr krank und benötigt eben diese starken Schmerzmittel,
aber nicht für fibro!!!! Ich bitte Wolfang nicht daher zu gehen und
ein so starkes Mittel zu verharmlosen, denn ich finde es sehr unverantwortlich!!!
Ich habe mit Medikamenten in jeglicher Form durch die Fibro so einiges
mitgemmacht, auch viele Allergien bekommen.
Gitta |
| Monika
Draga (Forenmaster)
Oh Gitta, ich glaube fast, Du hast da jetzt einiges falsch verstanden. Wolfgang hat Tramadol ganz gewiß nicht verharmlost sondern ganz klar vor einer ungeregelten Einnahme gewarnt und hat auch sehr gut aufgezeigt, was passieren kann, wie es dazu kommen kann, dass man die Wirkung falsch einschätzt usw. Ich bin Wolfgang für seinen Beitrag wirklich dankbar - genauso wie ich Dir dankbar bin, dass Du darauf aufmerksam machst, dass es offenbar auch Menschen gibt, bei denen die Wirkung anders ist, bei denen trotz aller Vorsicht doch Abhängigkeit entstehen kann. Aber das ist dann sicherlich nicht auf Medikamente begrenzt, sondern beginnt vielleicht schon bei den Zigaretten, ohne die manche anscheinend nicht leben können oder wollen. Monika |
| Wirkstoff Venlafaxin
Heute habe ich mal eine Frage:
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| Monika Draga (Forenmaster)
Hallo Gitta, also grundsätzlich mal sollte niemand die Entscheidung ein Medikament zu nehmen oder nicht von der Meinung anderer Betroffener abhängig machen, sondern das mußt Du mit Deiner Ärztin vereinbaren. Sie allein kennt Deine Krankengeschichte, Vor- und Nebenerkrankungen, Deine Reaktionen auf andere Medikamente usw. und muß das alles in ihre Entscheidung darüber, was sie Dir verordnet, einfließen lassen. Eigentlich sollte sie Dich auch darüber aufklären, was für ein Medikament sie Dir verordnet hat und wie es wirken soll. Aber vielleicht hat es sich ja schon rumgesprochen, dass es dafür irgendwo im Internet eine Dumme gibt, der man das überlassen kann. Also:
Präklinische Studien haben gezeigt, dass Venlafaxine und sein ungefähr gleich aktiver Hauptmetabolit, O-Desmethylvenlafaxine, spezifische Hemmstoffe der Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahme sind und auch in geringem Masse die Dopamin-Wiederaufnahme hemmen." Es geht also wieder mal darum, körpereigene Botenstoffe, die bei Fibromyalgie Mangelware sind, wodurch es zu chronischen Schmerzen und Schlafstörungen kommt, im Umlauf zu halten. Wenn bei Dir nicht die Diagnose Depressionen (evtl. mit begleitenden Angstzuständen) zugrunde liegt, wird wird Deine Ärztin sicherlich genau dokumentieren, wie es Dir mit diesem Medikament geht. Auf jeden Fall sollte man wissen, dass TREVILOR ganz wesentlich teurer ist, als das sonst bei Fibromyalgie überwiegend verordnete Amitriptylin - es kostet nach überschlagsmäßiger Berechnung mehr als das 10fache! Auf der Website des Herstellers kann man eine Broschüre "Die Depression
verstehen und bei ihrer Bewältigung helfen" für Patienten und
Angehörige bestellen.
Außerdem wurde im Forum (Archiv) schon mal Trevilor erwähnt und auch in dem Artikel in der Ärzte-Zeitung vom 5.12.2000, Titel: "Falsche Abläufe im Gehirn ...", der hier weiter unten im Forum zitiert ist, wird auf die Wirksamkeit von Venlafaxin bei Fibromyalgie hingewiesen. Ich würde mich freuen, wenn Du bei später dann mal über Deine Erfahrungen hier berichtest. Alles Gute
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| Gitta
Monika,
Gitta |
| Medikamente
Hallo auch ich habe Fibromyalgie und habe auch Saroten genommen. Habe
jetzt seit 4 Wochen ein neues Medikament Amuno
Kapseln 50 mg es hilft mir gegen die Schmerzen und ich kann besser schlafen
das ist viel wert bei Fibro. Auch hier gibt es Nebenwirkungen aber mann
steht nicht so neben die Schuhe wie bei Anti-depresiva und mann hat keine
Probleme mit dem gewicht.
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| Sabine
Hallo Germaine, leider habe ich Saroten nicht vertragen und wäre über eine
Alternative echt erfreut. Ist das Medikament denn pflanzlich bzw. was ist
drin? Kannst Du bitte näher informieren? Wer hat es Dir denn verordnet?
Vielleicht wäre es auch für mich eine Alternative, weil ich gerade
mit Schmerzen und Schlaf sehr zu kämpfen habe. Oft schlafe ich nächtelang
fast nicht und dann dafür mehrere Nächte hintereinander zwischen
15 und 20 Stunden, aber lt. BfA-Arzt ist man natürlich voll arbeitsfähig,
soll mir mal einer vormachen.
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| Monika
Draga (Forenmaster)
Der Wirkstoff von Amuno (Indometacin) "ist ein Indolylessigsäure-Derivat aus der Wirkstoffklasse der nicht-steroidalen Antiphlogistika/Analgetika. Seine entzündungshemmenden, analgetischen und antipyretischen Eigenschaften wurden in tierexperimentellen Modellen nachgewiesen und in langjähriger therapeutischer Erfahrung bei schmerzhaft-entzündlichen Erkrankungen dokumentiert. Indometacin ist ein potenter Hemmstoff der Cyclooxygenase." Über ein anderes Medikament mit dem gleichen Wirkstoff ist zu lesen, es soll "mit den Mahlzeiten, mit Milch oder einem Antazidum eingenommen werden, um die Möglichkeit von gastrointestinalen Störungen auf ein Minimum zu reduzieren. Auf eine Einnahme in aufrecht sitzender oder stehender Körperhaltung ist zu achten.", |
| Schmerzgedächtnis - Tolperison
(Mydocalm) - Aha-Erlebnis
Renate H.
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| Veronika Merkl
Ich habe auch Monate lang Mydocalm genommen.Leider ohne Wirkung.Jetzt bin ich auf Morphium und es geht mir bedeutend besser.Ich muß dazu sagen, das ich FMS schon 15 Jahre habe und im letztem Stadium bin. Dadurch habe ich einen großen Leidensweg hinter mir.Ich kann also sagen, das mir Mydocalm nicht mehr geholfen hat. |
| Monika Draga (Forenmaster)
Liebe Veronika, aus den drei Meldungen, die Du gestern geschrieben hast, entsteht für mich ein Bild von Deiner Erkrankung, das ich eigentlich nicht so recht unter Fibromyalgie einordnen kann. Ich erkenne, dass es Dir nicht gut geht und ich würde Dir gerne etwas sagen, das Dir ein wenig hilft. Aber da ich nicht davon ausgehen kann, das Fibromyalgie Dein Hauptproblem ist, würde ich mich auf sehr wackeligen Boden begeben, wenn ich zu den von Dir geschilderten Beschwerden und Verläufen Stellung nehmen würde. So kann und muß ich für andere Leser in diesem Forum nur darauf hinweisen, dass es ein "letztes Stadium der Fibromyalgie" in dem von Dir gebrauchten Sinne sicherlich nicht gibt. Es gibt viele Stationen auf verschiedenen Wegen, von denen viele leider Irrwege sind. Das "letztes Stadium der Fibromyalgie", das könnte nach meiner Auffassung nur der Punkt sein, an dem ein Irrweg verlassen wird und von dem aus die adequate Krankheitsbewältigung beginnt. Der Punkt, von dem aus die Bedeutung der Schmerzen immer weiter in den Hintergrund gedrängt werden kann. Ich wünsche Dir, dass das, was da bei Dir sonst noch alles unter den Teppich Fibromyalgie gekehrt worden ist, baldmöglichst hervorgeholt und wirksam behandelt wird. |
| Re: Fieber
Veronika Merkl Diese Erfahrung mußte ich machen.Heute lasse ich mir das nicht mehr gefallen.Ich rede so lange bis man mir endlich zuhört.Mein jetzirger Internist hört mir zu.Ich habe auch oft Fieberschübe.Auch muß ich mitteilen,das meine Blutwerte immer zu hoch sind.Sie waren jetzt so hoch,das ich wieder auf Cortison gesetzt wurde.Seit Januar komme ich aus den Schmerzschüben nicht mehr heraus.Nach 3 Wochen Cortison ist es nun besser geworden. Ich habe noch eine Frage: Wer hat auch bei Schüben Wasser in den Beinen? |
| Veronika
Merkl
Ich bekomme seit Monaten Wasser in den Beinen.Das komische daran ist, es geschieht in der Nacht.Also bei Ruhezuständen. Hat jemand auch das gleiche Problem wie ich, dann Mailt mir doch bitte, , Wasseransammlung in den Beinen,Nachts |
| Monika
Draga (Forenmaster)
Hallo Veronika, die Symptome und die Behandlung, von der Du hier berichtest, gehören auf keinen Fall in die Schublade mit der Aufschrift "Fibromyalgie"!!! Weder Fieber noch Abweichungen von normalen Blutwerten gehören zu den Symptomen der Fibromyalgie, sondern sollten Anlaß dafür geben, weiter nach einer anderen Erkrankung zu suchen. Auch die Behandlung mit Cortison ist nicht angezeigt, wenn es sich ausschließlich um Fibromyalgie handelt. Diese Behandlung ist aber bei Dir offenbar nötig geworden, weil eben deutliche Anzeichen entzündlicher Prozesse vorhanden waren oder sind. Die Wasseransammlungen könnten eine Nebenwirkung der Cortison-Behandlung sein. Was meint denn Dein Arzt dazu? Du schreibst, dass er Dir zuhört. Hörst DU ihm auch zu? Alles Gute
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| Silikonimplantate
Silikonimplantate sollen in vielen Fällen an der Entstehung einer Fibromyalgie beiteiligt sein. Zumindest scheint eine beträchtliche zahl von Frauen mit Silikonimplantaten von Fibromyalgie betroffen zu sein. Deshalb diese Nachricht hier in diesem Forum. Übermittelt von Cosima Meyer,
Folgender Text kann in verschiedenen Sprachen abgerufen werden auf
Petitionen über Silikonimplantate
Janelly FOURTOU (EVP-ED, F)
Erläuterungen zur Abstimmung
Hintergrundinformationen
Weitere Informationen:
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| Fibro und mentale Schmerztherapie,
hat jemand Erfahrungen???
Justyna
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| Gitta
Hallo Justyna,
Gitta |
| Monika Schumacher
Hallo Justyna,
Gruß Monika Sch. |
| Schmerzen vom
Kopf her besiegen ...
genau das ist doch der Motor und das Anliegen dieser Website. Medikamente und physikalische Therapien können uns dabei helfen, selbst wieder ein wenig handlungsfähiger zu werden. Den Weg zu besserer Beherrschung der Schmerzen und zu wieder mehr Lebensfreude, den können und müssen wir dann aber selbst in Angriff nehmen. Die Verhaltenstherapie, die kann den Weg zeigen, kann Dir sicherlich auch beibringen, wie Du mit Hindernissen besser umgehst - aber gehen mußt Du selbst! Verhaltenstherapie, mentale Schmerzbewältigung, das ist nichts, was man konsumieren kann wie Tabletten, eine Massage oder warmes Bad. Nicht die Therapeutin macht Verhaltenstherapie, sondern DU wirst etwas tun. DU wirst Strategien lernen, um den Schmerzen nicht mehr als unbedingt nötig Platz in Deinem Leben zu lassen. DU wirst Deine Sinne dafür schärfen, herauszufinden, was Dir wirklich hilft. Das kann Dir niemand abnehmen. Sage "JA" dazu, den Weg zu gehen; ihn selbst zu gehen und nicht darauf zu hoffen, dass Dich jemand trägt. Vielleicht erscheint das alles jetzt ein wenig hart. Aber ich habe so ein unbestimmtes Gefühl, dass Dir die BEHANDLUNG derzeit noch wichtiger ist als die eigene Handlungsfähigkeit, die ja jetzt durch die Schmerzen beeinträchtigt ist. Aber das einseitige Hoffen und Bauen auf BEhandlung, das würde Dich niemals von den Schmerzen wegführen sondern im Gegenteil das Karussell der Schmerzchronifizierung noch weiter antreiben. Deswegen riskiere ich jetzt lieber, Dich und natürlich auch andere Leser, denen es ganz ähnlich ergeht, mit einer so deutlichen Stellungnahme ein wenig aufzurütteln, als ein "Heile, heile Gäns'sche, s'wird bald wieder gut" anzustimmen oder im Katastrophisierungschor mitzusingen. Fibromyalgie, das sind für mich Schmerzen verschiedener, unbekannter Ursachen, denen vor allem Eines gemeinsam ist: Sie verstärken sich, wenn man ihnen zu wenig Aufmerksamkeit widmet und sich permanent überfordert - und sie verstärken sich aber auch, und das betrachte ich als die weitaus schlimmere Variante, wenn man ihnen ZU VIEL Beachtung schenkt. Das Leben mit Fibromyalgie ist ein Seiltanz, eine Gratwanderung. Die Verhaltenstherapie kann das notwendige Training dafür bieten, diese Art von Lebensweg besser zu bewältigen. Dazu wünsche ich Dir alles Gute Monika PS: Ich könnte es sehr gut verstehen, wenn Du mir jetzt mal so richtig die Meinung sagen möchtest, wie man sich wirklich fühlt, mit so schlimmen Schmerzen. Ich möchte Dich sogar dazu ermutigen, es zu tun. Klicke auf die rote Grafik im unteren Frame (oder auf den Link hier unten), dann kommst Du auf eine Seite, über die Du mich telefonisch erreichen kannst - vielleicht sogar völlig kostenlos. |
| Linktipp zur psychologischen Schmerzbewältigung
Bin gerade auf eine sehr ansprechende Website eines Psychologen geraten. Da ist ganz gut erklärt, wie psychologische Schmerzbewältigung funktioniert. |
| Stangerbäder bei Fibro
Mir wurden von meinem Rheumatologen Stangerbäder verordnet. Hat jemand bereits Erfahrung ( und Erfolg?) mit dieser Therapieform? |
| Monika Draga (Forenmaster)
Sicherlich keine schlechte Idee! Ich hatte vor vielen Jahren im Rahmen einer Reha u.a. auch Stangerbäder. Danach ging es mir etwa ein dreiviertel Jahr lang richtig gut. Ob es die Stangerbäder waren oder etwas anderes, das läßt sich natürlich schwer abgrenzen. Wie es danach weiterging - das hat wohl vor allem damit zu tun, dass man damals von Fibro noch keinen blassen Schimmer hatte und ich vor keiner Herausforderung (im Sinne von Überforderung) zurückgeschreckt bin. Also nutze die Chance! Mit Stangerbädern kann man Schmerzen gut behandeln - und sie machen bestimmt NICHT "dumm, faul und gefräßig" (siehe anderer Forenbeitrag). Alles Gute,
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| "... kommt in meiner
Praxis nicht vor..."
"Das kommt in meiner Praxis nicht vor" erklärte ein im Rahmen einer Studie befragter Arzt. Es ging dabei NICHT um Fibromyalgie, sondern um eine chronische, oft über Jahrzehnte weitgehend symptomlos verlaufende Virusinfektion, die Hepatitis C. Nein, in seiner Praxis gibt es keine HCV-Fälle, es hat auch noch nie Verdachtsfälle gegeben. Folglich wurde auch noch nie eine spezifische Untersuchung veranlaßt. Passiert ist dies nicht vor 100 Jahren, auch nicht vor 10 Jahren, sondern im Sommer 2000. Passiert in einer Praxis, mit einem Einzugsbereich, dessen Bevölkerungsstruktur eigentlich überdurchschnittliche Fallzahlen hätte erwarten lassen. Warum erzähle ich das jetzt? Ich lernte zufällig eine Fibromyalgie-Betroffene kennen - eine Betroffene ohne Internet-Zugang Im Gespräch stellte sich heraus, dass Fibromyalgie bei dieser Betroffenen nur eine "Nebendiagnose" ist. Sie erzählte mir, wie sie nach vielen Jahren typischer Fibro-Symptome und den üblichen unergiebigen Arztbesuchen endlich bei einem Rheumatologen gelandet war, der nicht nur die Diagnose Fibromyalgie erwähnte, sondern auch hinhörte und handelte, als sie berichtete, dass sie vor sehr langer Zeit nach einer Bluttransfusion mal an einer Non-A/Non-B-Hepatitis erkrankt gewesen sei. Dass sie diese Bezeichnung gebrauchte, das ließ diesen Arzt aufhorchen, denn seit 1990 ist diese Diagnose nicht mehr gebräuchlich. Aber in der ganzen Zeit hatte wohl keiner der behandelnden Ärzte jemals wieder eine genauere Untersuchung bei ihr vorgenommen. So stellte sich erst vor wenigen Jahren heraus, dass sie schon vor mehr als 20 Jahren mit Hepatitis C infiziert worden war. Sie erhielt dann eine wirksame Therapie, so dass jetzt nach mehreren Interferon- bzw. Kombinationsbehandlungen davon ausgegangen werden kann, dass sie von der Hepatitis C geheilt ist. Die Hepatitis C verläuft oft über viele Jahre symptomlos. Wenn Symptome auftreten, dann sind es oft solche, die auch bei Fibromyalgie typisch sind. "Für die Erkrankung, die nach einer Inkubationszeit von 1 - 6 Monaten auftritt, ist typisch, dass sie sehr häufig zunächst unerkannt verläuft. Etwa 75 %; der Fälle zeigen keine Symptome. Eine Erkennung war vor 1990 nur durch mehrfache Blutuntersuchungen der sogenannten Leberwerte möglich. Das akute Krankheitsbild ist meist mild. Im weiteren Verlauf der Erkrankung wechseln sich häufig Phasen mit krankhaften Leberwerten und Phasen mit Normalbefunden ab. Der gesamte Krankheitsverlauf erstreckt sich oft über Jahre bis Jahrzehnte (chronische Verlaufsform). Auch lebergesunde Virusträger sind möglich." - Quelle: http://www.hepatitis-c.de Ein Jahr lang habe ich es mir immer wieder verkniffen, auf die Parallelen zwischen Fibromyalgie und Hepatitis C hinzuweisen. Parallelen, die sich auf mehrere Faktoren beziehen, allen voran die zögerliche Bereitschaft, Patienten mit unspezifischen Symptomen ernst zu nehmen. Doch eine Verwechslung der beiden Erkrankungen bzw. Diagnose Fibromyalgie ohne Testung auf HCV-Antikörper könnte tragische Folgen haben. Hepatitis C kann ohne spezifische Behandlung einen sehr schlimmen Verlauf nehmen, ist jedoch andererseits inzwischen in vielen Fällen heilbar, wenn die Therapie rechtzeitig begonnen wird. Sicher feststellen läßt sich eine Infektion nicht durch die üblichen Laboruntersuchungen, auch nicht durch die sog. "Leberwerte", die allerdings einen Hinweis geben können! Erst eine Untersuchung auf Antikörper (ELISA) bzw. in Zweifelsfällen ein qualitativer HCV-RNA-Test bringen Sicherheit. Wer sich auf dieser Website etwas weiter umgeschaut hat, wird sicherlich erkennen, dass mir nichts ferner liegt, als Angst und Unsicherheit zu schüren. Aber ich möchte insbesondere bei Symptomen, die nicht so ganz zum Bild des reinen generalisierten Schmerzsyndroms passen (z.B. häufiges Fieber), allen Fibros raten, beim nächsten Routine-Arztbesuch doch mal nachzufragen, ob denn schon mal ein Antikörpertest auf Hepatitis C-Virus gemacht worden ist. Es gibt ausgezeichnete Websites zu Hepatitis-C. Besucht sie mal, lest ein paar Geschichten. Ich wünsche Euch, dass es Euch dann so geht wie mir: Ich bin froh und dankbar, dass ich NUR Fibro habe! Monika |
| Johanicum 452 mg und L-Carnitin bei Fibromyalgie
Erna Hauer, immerflott.sms.at,
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| Monika Draga (Forenmaster)
Lysthenon wird eingesetzt zur Muskelrelaxation im Rahmen d. Allgemeinanaesthesie, d.h. bei einer Vollnarkose. Lysthenon darf, wie alle peripher wirkenden Muskelrelaxantien, nur von Ärzten mit anästhesiologischer Ausbildung und Erfahrung in endotrachealer Intubation und künstlicher Beatmung angewendet werden. Die erforderlichen Geräte müssen bereitstehen. - Es gehört also normalerweise in einen Operationssaal, aber nicht in die Reichweite von Patienten ! Dieser Bericht zeigt wieder mal deutlich, dass die unzureichende Kenntnis, was Fibromyalgie letztlich ist, in bestimmten Situationen durchaus ein Gefahrenpotential darstellen kann. Einerseits fühlt man sich durch das Verhalten von Ärzten, die Fibromyalgie immer noch für "eingebildete" Schmerzen halten, so bedient, dass man am liebsten vermeiden möchte, die Diagnose zu erwähnen, wenn es nicht unbedingt notwendig erscheint, andererseits scheinen in besonderen Situationen aber doch diverse Risiken mit dieser Erkrankung verbunden zu sein. Also wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als doch immer darauf hinzuweisen, dass man von dieser ungeklärten Erkrankung betroffen ist. Vielleicht sollten wir uns mal mit einem "Beipackzettel" versehen, auf dem alle Risiken und Nebenwirkungen aufgelistet sind, die wir zu bieten haben, wenn wir nicht vorsichtig genug behandelt werden. Siehe auch Interaktionen Phytopharmaka |
| Gehirne arbeiten unterschiedlich
Unter dieser Überschrift: "Gehirne arbeiten unterschiedlich - Neue Behandlungsansätze nach Gehirnverletzungen denkbar" bringt das 3sat-Magazin nano folgenden Bericht: "Forscher der State University of New York haben einen Unterschied in der Arbeitsweise des Gehirns von heranwachsenden Jungen und Mädchen nachgewiesen. Sie nutzen für die Erkennung von Gesichtern und die Identifizierung von Gesichtsausdrücken verschiedene Gehirnbereiche. Jungen lösen derartige Aufgaben eher mit der rechten Hirnhälfte, Mädchen eher mit der linken. Diese Ergebnisse legen nahe, dass die Gehirne der beiden Geschlechter vor dem Erwachsensein unterschiedlich organisiert sind. Nach Gehirnverletzungen könnten daher auch verschiedene Behandlungsmethoden sinnvoll sein. Das Team um D. Erik Everhart untersuchte 17 Jungen und 18 Mädchen im Alter von acht und elf Jahren. Beide Gruppen mussten zwei verschiedene Arten von Aufgaben lösen. Für die Überprüfung der Erkennung von Gesichtern waren bestimmte Gesichter in einer Reihe wechselnder Bilder zu identifizieren. Mittels eines elektroenzephalografischen Messgerätes (EEG) wurde in der Folge die Aktivität der Gehirnwellen in der rechten und der linken Hirnhälfte untersucht. Bei der Erkennung des Gesichtsausdrucks zählten Richtigkeit und Geschwindigkeit der Antworten. Jungen und Mädchen lösten die Aufgaben gleich gut. Sie scheinen allerdings verschiedene, sich fallweise überlappende Gehirnbereiche für die Verarbeitung der Informationen einzusetzen." Soweit der Bericht bei 3sat. Er erinnert mich daran, dass ich vor einiger Zeit einmal von einer ganz ähnlichen Studie gelesen habe, allerdings wurde die mit Kleinkindern durchgeführt - mit einem sehr ähnlichen Ergebnis. Wenn die Gehirne von Männern und Frauen so unterschiedlich arbeiten, liegt dann darin vielleicht die Erklärung dafür, dass viel mehr Frauen von Fibromyalgie betroffen sind als Männer??? Ist vielleicht die Art der "Verschaltung" von Frauenhirnen besonders anfällig dafür, plastisch zu reagieren. Irgendwo habe ich auch mal einen Artikel gefunden in dem festgestellt wurde: "Frauen lernen ein Leben lang, ...". Ist es ganz einfach so, dass Frauen eben auch Schmerzen leichter "lernen" als Männer??? |
| Re: Was kann ich gegen ständige Müdigkeit
tun
Dr. med. Christian Müller, Dresden
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| Monika Draga (Forenmaster)
Hallo Herr Dr. Müller, ganz herzlichen Dank für Ihren Hinweis. Es wäre in der Tat eine 'elegante' Lösung für nahezu die gesamte Palette der Fibromyalgie-Symptome, wenn man eine Schilddrüsenfunktionsstörung dahinter entdecken würde. So ist Ihr Beitrag eine Gelegenheit, an dieser Stelle noch mal auf eine Literaturquelle hinzuweisen, die ich bei Dr. Devin Starlanyl gefunden habe: "There is a paper which describes the use of T3 for fibromyalgia patients with "normal" thyroid values, and why the standard tests may not be sufficient (Lowe JC, Cullum ME, Graf LH Jr, Yellin J. 1997. Mutations in the c-erbA beta 1 gene: do they underlie euthyroid fibromyalgia? Med Hypotheses 48(2):125-35)." Nach dieser Hypothese, die eine erniedrigte Affinität der T3-Rezeptoren in Betracht zieht, wäre ja mit Mangelsymptomen zu rechnen, OBWOHL ausreichend Schilddrüsenhormone im Umlauf sind. Welche diagnostischen Möglichkeiten gibt es, um diese Hypothese zu überprüfen und wann und wo werden sie angewandt? Welche therapeutischen Konsequenzen wären ggf. daraus abzuleiten? Monika Draga |
| Fibromyalgie in Verbindung mit Morbus Bechterew....??????
franky
vielen dank |
| Monika
Draga (Forenmaster)
Hallo Franky, Morbus Bechterew ist ja eine schmerzhafte, entzündliche rheumatische Erkrankung. Fibromyalgie hingegen, wird in jüngerer Zeit immer klarer als eine Art Entgleisung des schmerzverarbeitenden Systems gesehen, vom Prinzip her vergleichbar mit Phantomschmerzen, bei denen amputierte, d.h. überhaupt nicht mehr vorhandene Körperteile weh tun. Schmerzreize, egal welche Ursache ihnen einmal zugrunde lag, können plötzlich ein Eigenleben anfangen, können Körperschäden vorgaukeln, die überhaupt nicht vorhanden sind. Deshalb lassen sich diese Art von Schmerzen nur sehr schwer beseitigen. Andererseits aber wird das Schmerzverarbeitungssystem durch Schmerzreize, die aus einer schmerzhaften Erkrankung wie M. Bechterew stammen, immer wieder traktiert, so dass die Ausgestaltung eines Schmerzgedächtnisses ständig neue Nahrung erhält und dadurch Schmerzreize, egal ob echt oder "Erinnerungen" aus dem Schmerzgedächtnis, immer "besser", d.h. schmerzvoller ins Bewußtsein geraten. Somit dürfte klar sein, dass auf der Basis eines M. Bechterew, genauso wie auf Basis jeder anderen, mit häufigen, organisch bedingten Schmerzen einhergehenden Erkrankung, Fibromyalgie entstehen kann. Ich persönlich habe kein Problem damit, die dann folgende Ausbreitung des Schmerzgeschehens, ebenso wie die Funktionsstörungen, als ein Ergebnis der psychophysischen Verarbeitungsmechanismen wiederholter, "unerklärlicher" Schmerzen zu sehen. Wirksame Bekämpfung der durch den M. Bechterew verursachten Schmerzen ist wichtig. Ebenso wichtig ist aber auch zu lernen, d.h. nicht nur oberflächlich anhören, sondern wirklich für sich anzunehmen, dass die Schmerzen so gut wie nie eine Bedeutung haben. Dass man sie deshalb wegschieben und "vergessen" kann, wie z.B. das Geräusch einer Telefonklingel, das aus dem Radio kommt. Auch da könnten wir in unser Telefon noch so lange hineinhorchen, es kommt keine Botschaft für uns raus! Wenn man allerdings auf dem Weg zum (unschuldigen) Telefon stolpert, gegen einen Türpfosten knallt, den heißen Kaffee verschüttet und ähnliche Dinge fabriziert, tja, dann bekommt so ein absolut nichtssagendes Signal plötzlich eine anhaltende Bedeutung. Kann mir noch jemand folgen? ;-) Monika |
| franky
yep...ich kann Ihnen folgen..... aber fuer mich gerade wichtig ist(!)
nach dem ich das gelesen habe... bin ich mir gar nicht mehr so sicher ob ich wirklich MB habe......als vielmehr fibromyalgie (schätze nach dem ich hla-b27 positiv gestestet wurde.. und unerklärliche rückenschmerzen und archillessehnenentzuendungen hatte und habe..... aber auf röntgenbildern nix zu sehen ist - war die sache fuer meinen orthopäden eindeutig) kommt es familär bedingt eher zu fibromyalgie.... meine mutter ist positiv auf fibromyalgie getestet! was ist eigentlich der richtige arzt...fuer fibromyalgie? vielen dank fuer ihre schnelle antworten.... |
| Monika
Draga (Forenmaster)
also, Franky, wenn ich jetzt alles richtig kapiert habe, dann hast Du aus dem großen Symptomkatalog der Fibromyalgie schon fast alles "ausprobiert". Dann würde ich doch bei dem Orthopäden noch mal nachfragen, was denn der positve hla-b27-Test überhaupt zu bedeuten hat. Oder andere Frage: Warum willst Du es wissen? Damit Du Dich vor der Weiterentwicklung des M. Bechterew fürchten kannst? Neeee, Du doch nicht! Egal ob M.Bechterew oder Fibromyalgie oder Beides - die Therapie ist die Gleiche. Schmerzen bekämpfen und BEWEGEN. Falls M.B. eine Rolle spielt, dann hat das vielleicht Einfluß auf die Wahl der Art der Schmerzmedikamente, aber das muß ja auf jeden Fall der Arzt entscheiden. Familiär gehäuftes Auftreten von Fibromyalgie kann man nicht an irgendwelchen vererbaren genetischen Eigenarten festmachen, wohl aber an der Art und Weise, wie in einer Familie mit Krankheit und Schmerz umgegangen wird. Schmerz ist ein ungewollter Lernprozess, der das Schmerzgedächtnis ausprägt. Der Umgang mit Schmerzen, die Bewertung von Schmerzen, das kann diesen Lernprozess verstärken oder hemmen, je nachdem, welches "Echo" die Schmerzen auf emotionaler Ebene hervorrufen. Schau doch mal weiter Foren-Archiv, da sind Einträge vom August letzten Jahres, Hauptüberschrift "Schmerzgedächtnis" und dann: Wenn Trost alles nur noch schlimmer macht (Monika 17.08.2000 14:00:01) - vielleicht erklärt Dir das Einiges. Der "richtige Arzt" bei Fibromyalgie, das ist derjenige, der sich seiner Rolle im Chronifizierungsprozess bewußt ist UND der sein verantwortungsbewußtes, fachlich und menschlich kompetentes Handeln Dir verständlich machen kann. Der "richtige Arzt" weiß z.B., dass die Arztkontakte bei Fibromyalgie unbedingt ZEITGESTEUERT und nicht symptomgesteuert erfolgen müssen, also Termine in regelmäßigen Abständen vereinbart werden müssen (wenn es Dir gut geht, kannst Du ja absagen) und er wird sich idealerweise als Teamchef oder Koordinator verstehen, der sowohl Deine eigenen Initiativen "begleitet", als auch, wenn nötig, die Einbeziehung von anderen Ärzten und Therapeuten anregt oder veranlaßt. Leider gibt es allerdings noch keinen Kompaß, mit dem man einen solchen Arzt ausfindig machen kann. Aber ich denke, hoffe, es werden immer mehr werden. Jedenfalls wünsche ich Dir viel Erfolg bei der "Entdeckung" des richtigen Arztes! Vielleicht ist es ja einer, den Du schon längst kennst, aber bisher noch nicht so richtig verstanden hast. Monika Unterschiedliche Verlaufsformen der Spondylitis ankylosans |
| Re: Celebrex und Mydocalm bei Fibro
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| Monika Draga (Forenmaster)
Hallo Ilse, ich werde das Gefühl nicht los, das da bei Deiner medkamentösen
Behandlung Einiges durcheinander geht.
Es handelt sich also um völlig verschiedene Anwendungsbereiche, für die diese beiden Medikamente zuständig sind. Denkbar ist für mich jedoch, dass Petadolex einen gewissen Einfluß auf Fibromyalgie-Schmerzen hat, da es regulierend auf den Muskel-Tonus wirken soll. Dass Petadolex unschädlich sein müsse, weil es pflanzlich ist, dem muß ich aber aus Prinzip vehement widersprechen. Auch pflanzliche Substanzen können sehr, sehr giftig sein und pflanzliche Heilmittel können sehr heftige und manchmal auch gefährliche Nebenwirkungen haben!!! Tatsächlich konnte ich bei meiner kurzen Durchsicht einiger Infos Meldungen finden, bei denen von Verschlechterung der Leberwerte, Venenproblemen u.a. nach der Einnahme von Petadolex berichtet wurde. Dass Petadolex eine sofortige Wirkung auf irgendwelche Schmerzen haben könne, davon habe ich jedoch nirgends gelesen. Im Gegenteil, 3 Monate lang müsse man es täglich einnehmen, um beurteilen zu können, ob es die Migräne-Anfälle reduziert. Nun zu der "Gewichtszunahme" unter der Einnahme von Celebrex:
Die Tatsache, dass Du eine Wirkung von Petadolex so genau beschreiben kannst, das finde ich aus einem anderen Grund sehr interessant. Es paßt nämlich sehr gut zu der Erfahrung, dass eigentlich schwach wirksame Substanzen bei Fibromyalgie sehr oft besser helfen, als stark wirksame oder hoch dosierte Wirkstoffe! Schade dass dies viel zu oft völlig ignoriert wird, obwohl es immer wieder spontane Beobachtungen oder auch Studienergebnisse gibt, die auf dieses Phänomen hinweisen! Was spezielle Risiken von pflanzlichen Heilmitteln betrifft, siehe: Interaktionen Phytopharmaka - wichtige Meldung im DMF Monika Draga HINWEIS: Die Erörterungen hier im Forum können und sollen kein Ersatz für sorgfältige ärztliche Betreuung sein! Sie sollen vielmehr den Dialog zwischen Patient und Arzt fördern und erleichtern und können vielleicht in Zweifelsfällen dabei helfen, wichtige Aspekte hervorzuheben. Weitere Beiträge zu Celebrex sind über die Suchmaschine auffindbar. |
| Monika
Draga (Forenmaster)
Interaktionen Phytopharmaka - wichtige Meldung im DMF Meldung im Deutschen Medizin Forum
Im Original aus Blitz-AT - Anschrift siehe Ende des Artikels - kopiert Dr.med. Wolfgang Oertel
AUCH PHYTOPHARMAKA RECHTZEITIG VOR OPERATION ABSETZEN Patienten berichten ihrem Arzt haeufig nicht, dass sie Phytopharmaka
Anaesthesisten aus Chicago werteten die aktuelle Literatur zu den
Baldrian (BALDRIAN-DISPERT u.a.) - Bedenken: verstaerkter Effekt von
Echinacea (ECHINACIN u.a.) - Bedenken: allergische Reaktionen, Wirkminderung
von Immunsuppressiva; Absetzen vor OP: so frueh wie
Ephedra (EPHEDRA Kapseln u.a.) - Bedenken: Bluthochdruck, Tachykardie, Myokardischaemie, Schlaganfall, intraoperativ ventrikulaere Arrhythmie in Verbindung mit Halothan; Absetzen vor OP: mindestens 24 Stunden (Halbwertszeit des enthaltenen Ephedrins: 5 Stunden). Ginkgo biloba (TEBONIN u.a.) - Bedenken: erhoehtes Blutungsrisiko (a-t 2000; 31: 87-8); Absetzen vor OP: mindestens 36 Stunden. Ginseng (GINSANA u.a.) - Bedenken: Hypoglykaemie, erhoehtes
Johanniskraut (JARSIN u.a.) - Bedenken: zahlreiche bedrohliche
Kava-Kava (LAITAN u.a.) - Bedenken: verstaerkter Effekt von
Knoblauch (KWAI u.a.) - Bedenken: erhoehtes Blutungsrisiko; Absetzen vor OP: mindestens sieben Tage. Wegen der unzureichenden Dokumentation des Nutzens und der Vielzahl
zu beachtender zum Teil bedrohlicher Interaktionen raten wir von der
Redaktion arznei-telegramm 1 ANG-LEE, M.K. et al.: J. Am. Med. Ass. 2001; 286: 208-16
A.T.I. Arzneimittelinformation Berlin GmbH
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| Wied. unerträgl. Schmerzen
im Rippenbereich, weiß jemd. Rat?
Justyna Hallo an alle Firbos, ich habe seit 2 Tagen wieder unerträgliche Schmerzen im Bereich
der BWS
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| Monika
Draga (Forenmaster)
Hallo Justyna, es tut mir leid, dass es Dir so schlecht geht. Sicherlich ist es kein Trost für Dich, aber auch ich kenne diese Art von Schmerzen! Da sie Deine Atmung behindern, solltest Du nicht zögern zum Arzt zu gehen. Ich kann für mich feststellen, dass, seit ich speziell diese Schmerzen konsequent bekämpfe, die Häufigkeit meiner Atemwegsinfekte bei NULL angelangt ist, während ich sonst regelmäßig mehrmals im Jahr deswegen zusätzlich erhebliche Probleme hatte. Mancher Arzt mag das für Zufall oder Übertreibung halten, aber für mich sind meine Erfahrungen überzeugend. Da die Schmerzen, wie Du schreibst, schon seit zwei Tagen anhalten, kannst Du das Wetter als Auslöser wohl vernachlässigen mit Ausnahme der Verstärkung der Schmerzen heute, da bin ich für das Wetter von Übermorgen mal wieder anderer Meinung als die Wetterprofis, d.h. bei mir hat sich meine "eingebaute" Wettervorhersage auch gemeldet. Ich erwähne das hier, weil ich es wichtig finde, zu unterscheiden. Die wetterbedingte Schmerzverstärkung (Wettervorfühligkeit) ist nämlich nur durch Abwarten loszuwerden (zumindst gilt das für mich). Da hilft sonst kaum etwas anderes, insbesondere Medikamente zeigen kaum Wirkung. Doch das, was Du schon zwei Tage rumgeschleppt hast, das muß trotzdem behandelt werden. Auch wenn es vielleicht spontan nur wenig hilft, ist es wichtig, dass Du behandelt wirst. Dann kannst Du Dich nämlich für den Rest der Schmerzen besser den mentalen Methoden wie Musik hören, Ablenken durch Konzentration auf leichte Tätigkeiten usw. widmen. Ich wünsche Dir, dass es Dir bald wieder besser geht!
PS: Selbst wenn Du sonst vielleicht keine begeisterte Sängerin sein solltest und Dir vor lauter Schmerzen auch überhaupt nicht danach zumute ist, versuche es mal, irgendetwas zu singen, das Dir gut gefällt. Das kann Dir auf jeden Fall beim Atmen helfen und vielleicht auch sogar ein wenig die schmerzhafte Anspannung verringern. Probiere es einfach mal. Dir wird bestimmt etwas einfallen. Ich habe mit diesem Trick schon so manche sonst unerträglich Autofahrt überstanden ;-) |