| Am 05.10.2000 um 12:41:30 schrieb Monika Draga (Forenmaster):
Gemischtes Eis mit Sahne?
Ach Helmut, was soll ich darauf nur antworten. Ich freue mich natürlich über Deine Meldung, klar. Und ich danke Dir für die Anerkennung, die Du ausgesprochen hast. Was jedoch die von Dir angesprochenen Mißverständnissse anbelangt, da kann ich nur sagen, dass sie mich persönlich eigentlich überhaupt nicht berühren. Das, was - für andere nicht als solches erkennbar - ohne meine Beteiligung gelaufen ist, hat jedoch Verwirrung gestiftet und manche Betroffene dazu bewegt, sich zurückzuziehen. Deshalb nehme ich Deine Entschuldigung an, um eine klares Zeichen zu setzen.
Ich versuche ja mit den Infoquellenseiten und auch mit den Foren gewisse Ziele zu verfolgen. Zunächst einmal ist es ein wenig Gehirnjogging für mich, Pflege meiner Fähigkeiten und Erfahrungen auf dem Gebiet der Fachinformationsrecherche usw. Ich versuche aber auch die aufgrund höchst dubioser Machenschaften mancher Stellen entstandene Klischeevorstellung von Patienten, die mit der Diagnose Fibromyalgie unterwegs sind, ein wenig zu korrigieren und das Bild zu differenzieren. Deswegen werde ich auch in Zukunft Beiträge, die sich allzu penetrant innerhalb dieses Klischees breitmachen wollen, entsprechend kommentieren bzw. gelegentlich auch mal ablehnen. Das ist nichts weiter als das, was jeder Herausgeber macht, nämlich Beiträge vor der Veröffentlichung prüfen, ob sie in das Gesamtkonzept einer Publikation passen oder nicht.
Was mich zu meinem Engagement motiviert, ist vor allem auch die vage Chance, dass Nutzer meiner Seiten, die den entsprechend tiefen fachlichen Hintergrund haben, durch die Zusammenschau der vielen verschiedenen Fragen, Hypothesen, Erfahrungen und Studienergebnisse vielleicht in (ferner) Zukunft mal zu Gedanken angeregt werden, die in der einen oder anderen noch weitgehend offenen Frage zu neuen Lösungen führt.
Seit ich angefangen habe meine Infoquellen zu veröffentlichen, konnte ich immer wieder sehr deutlich spüren, dass es anscheinend sehr vielen Leuten überhaupt nicht in ihr (Unternehmens-)Konzept paßt, dass es solche leicht zugänglichen, neutralen und vielfältigen Informationsmöglichkeiten über Fibromyalgie gibt. Mich kann in diesem Zusammenhang inzwischen nichts mehr erschüttern - nicht mal die Tatsache, dass mir mein Engagement sogar schon als "krankhafte Einengung des Denkens auf das Krankheitsbild" ausgelegt wurde. So etwas gehört zum Geschäft der Branche, in der die Kassen umso fröhlicher klingeln, je schlechter sich die Menschen fühlen. - Ich versuche mir dann nur auszumalen, welche "krankhaften" Merkmale mir angedichtet würden, wenn ich ich einer Situation, bei der es um Fibromyalgie geht, laufend über die Dinge sprechen würde, für die ich mich wirklich begeistern kann. Fibromyalgie ist und bleibt für mich nur ein Nebenschauplatz meines Lebens, den ich jedoch zumindest derzeit leider nicht nach Belieben verlassen kann. Und so lange das so ist, versuche ich das Beste draus zu machen - wohl wissend, dass ich damit auch einen der typischen Züge von Fibromyalgie-Betroffenen zeige: Hang zum Perfektionismus. Aber, wenn ich mir das Durcheinander auf meinen Seiten so angucke, dann habe ich davon schon viiiiel abgelegt :-) und bin vielleicht doch schon auf dem Weg der Besserung - wer weiß!
Und Helmut, wie wäre es statt Friedenspfeife mit einem gemischten Eis mit Sahne, das wir uns teilen? Du konzentrierst Dich auf die Sahne obendrauf und ich kümmere mich weiterhin vorzugsweise um die kompakteren Dinge an der Basis. Aber jeder bekommt natürlich auch vom anderen etwas ab?
- Treffpunkt Creamcamp ? Monika
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