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Am 06.10.2000 um 18:56:23 schrieb Monika Draga (Forenmaster):

Re: Muskelkrämpfe

Erstaunlicherweise wird das Thema Magnesium im Zusammenhang mit Fibromyalgie höchst selten erörtert bzw. wird es sogar ablehnend behandelt. So ist es mir selbst schon passiert, dass mir ein Mineralstoffmedikament, das ich seit Jahren immer wieder nehme, wenn bestimmte Symptome gemeinsam verstärkt auftreten und os auf einen Mange hindeuten, von dem Arzt, der bei mir die Diagnose Fibromyalgie gestellt hat, kommentarlos verweigert worden ist. Tatsächlich aber ist es zumindest bei mir so, dass sich verschiedene Fibro-Symptome deutlich bessern, wenn ich dafür sorge, dass ich genügend Magnesium und andere Mineralstoffe (Kalium und Kalzium) bekomme.

300 mg Magnesium, das ist die empfohlene Menge, die eine Frau durchschnittlich pro Tag zu sich nehmen sollte. Normalerweise könnte dieser Bedarf aus der Nahrung gedeckt werden, aber es gibt Untersuchungen, aus denen hervorgeht, dass die Böden aufgrund des sauren Regens nicht mehr so viel Magnesium an die Pflanzen abgeben können. So ist es denkbar, dass sich trotz anscheinend vollwertiger Ernährung ein Magnesiummangel einstellt.

Weiterhin ist zu bedenken, ob das zugeführte Magnesium tatsächlich auch vom Körper, d.h. normalerweise über den Dünndarm, in ausreichender Menge aufgenommen wird. Es gibt Resorptionsstörungen, bei denen das nicht sichergestellt ist. Durch Verwendung von Kautabletten kann man in solchen Fällen eine Aufnahme über die Mundschleimhaut erreichen.

Erhöhter Magnesiumbedarf besteht u.a. bei Stress. Chronische Schmerzen sind eine Art Dauerstress. Also wäre es schon von daher logisch, der Versorgung mit Magnesium mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Hierzu noch etwas aus einer medizinischen Abhandlung:
"Als ausreichende Tageszufuhr von Magnesium werden bei normaler Ernährung 5-6 mg/kg KM -d und , somit 250-350 mg/d angegeben, jedoch ist bei der "abendländchen" Kost infolge des hohen Vitamin-D-, Eiweiß- und Alkoholgehaltes eine optimale Mg-Zufuhr erst bei 7- 10 mg/kg KM -d gegeben. Somit werden das bis zu Zweifache an Magnesium benötigt. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß die gastrointestinale Resorptionsquote für Magnesium nach Rudmann nur 20- 25 % beträgt. Eine Rolle spielt außerdem die Verringerung der Magnesiumaufnahme bei hinzugefügten Konservierungsmitteln, wie Oxalsäure und Benzolsäure, ebenso bei Wasserenthärtern, die nicht nur kalkarm machen, sondern auch gleichzeitig Magnesium binden, das somit nicht in den Organismus gelangen kann. Hohe Verluste treten auch bei Kochen von Obst und Gemüse auf. Es würde somit die tägliche Zufuhr nicht über 150-200 mg betragen.

Erwähnenswert sind noch folgende Literaturhinweise: Die Mg-Bilanz ist erst ab 6 mg/kg KM - d, d.h. bei 350-500 mg /d ausgeglichen. Eine untersuchte Krankenhauskost lieferte jedoch nur 4,13 mg/kg KM - d (ca. 250-350 mg/d). Außer einem bereits erwähnten hohen Vitamine-D-, Eiweiß- und Alkoholgehalt unserer täglichen Nahrung wirkt sich auch das Überangebot von Fetten in der heutigen Zeit infolge Bildung schwerlöslicher Magnesiumseifen im Darm zusätzlich ungünstig aus." ... "Zusammenfassend gesagt, ist die Gefahr eines ständigen Magnesiummangels bei weichem Wasser an Hand unserer Untersuchungen durchaus vorhanden. Der Magnesiummangel wird diagnostisch oft verkannt und verbirgt sich unter allgemeinen Diagnosen, wie vegetative Dystonie, Hypochondrie, Weichteilrheumatismus."
Quelle: Joachim E. Teitge: Herzinfarktinzidenz und Mineralgehalt des Trinkwassers
http://www.execpc.com/~magnesum/teitge.html

Website Fibromyalgie Infoquellen im Internet

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